New Work und Deep Work

Wie bleibt man konzentriert bei der Arbeit?

Mobiles Arbeiten, Vertrauensarbeitszeit, New Leadership: Die Arbeitswelt im Büro ist seit Jahren im Wandel – und steile Hierarchien, sogenannte „Nine-to-Five-Jobs“ und klar abgesteckte Aufgabenbereiche nehmen ab. Diese Veränderungen fallen unter den Begriff „New Work“, ein Konzept mit Vor- und Nachteilen. Dabei kann es allerdings sein, dass die Konzentration leidet. Hier kommt „Deep Work“ ins Spiel. Was sich dahinter verbirgt und wie du deine Konzentration im Kontext von New Work aufrechterhältst, liest du hier.

Der Begriff „New Work“ steht beispielhaft für grundlegende Veränderungen der Arbeitswelt – hin zu mehr Flexibilität, der freien Wahl von Arbeitsorten und -zeiten und mehr Kommunikation auf Augenhöhe. Das gilt vorallem, wenn du im Büro arbeitest. Denk aber nicht, dass es sich bei New Work nur um einen kurzfristigen Trend handelt, der schon bald wieder vorbei sein wird. Denn tatsächlich stammt das Konzept bereits aus den 70er-Jahren. Hinter dem Begriff der „neuen Arbeit“ steht Frithjof Bergmann.

New Work: Das steckt hinter dem Konzept

Der Philosoph Bergmann hat sich schon in den 70ern und 80ern damit beschäftigt, wie sich Arbeitsbedingungen seit der Zeit der industriellen Revolution verändern – von Fließbandarbeit und klaren Aufgaben hin zu

  • immer dynamischeren Rollenkonzepten,
  • projektbasierter Arbeit und dem
  • flexiblem Einsatz von Kompetenzen.

Ganz nach dem Motto: Wer immer die nötige Kompetenz mitbringt, übernimmt – ganz flexibel und unabhängig von der Arbeitserfahrung in Jahren oder dem Jobtitel. Außerdem hat Bergmann sich damit beschäftigt, wie sich die Ansprüche der Arbeitnehmer*innen vor dem Hintergrund des gesamtgesellschaftlichen Wertewandels und der technologischen Fortschritte verändern.

Von Planbarkeit zu Flexibilität

„Ich möchte einen Job, den ich mein ganzes Leben lang behalte und 30 Jahre lang beim selben Unternehmen bleiben“: Äußerungen wie diese waren noch vor einigen Jahren die Norm – jetzt würden das wohl nur noch wenige sagen. Denn mittlerweile steht, beeinflusst vom Streben nach Selbstverwirklichung, der Wunsch nach größtmöglicher Flexibilität ganz oben auf der Wunschliste von Arbeitnehmer*innen.

Das ganze Leben lang den gleichen Job auszuüben, bei einem Unternehmen, in dem du schon deine Ausbildung gemacht hast, kannst du dir bestimmt auch nicht vorstellen, oder? Zusätzlich ist Freiraum besonders wichtig, damit du lange Spaß in deinem Job hast. Jeden Tag zur gleichen Zeit anfangen und am besten auch noch eine Stempeluhr betätigen? Nein, danke! Gleit- und Vertrauensarbeitszeit sind die Modelle der Zukunft.

Von Kontrolle zu Freiraum

Wo es früher noch um Verlässlichkeit (und ein möglichst hohes Einstiegsgehalt) ging, werden spannende, vielseitige Aufgaben für viele immer wichtiger. Auch die Zeit der Anwesenheitspflicht im Büro finden viele total überholt – der Trend geht zu Home Office, Mobile Work und Co-Working und somit zum Arbeiten von jedem beliebigem Ort aus, abseits vom Büro. Ein Trend, der sich, beeinflusst durch die Pandemie, bestimmt weiter fortsetzen wird.

Von Top-Down-Kommunikation zu New Leadership

Einen Arbeitsalltag, der möglichst frei gestaltet werden kann, ist für viele das absolute Ideal. Denn schließlich möchten sich die meisten Menschen im Job mittlerweile selbst verwirklichen. Dabei soll der*die Vorgesetzte möglichst nur die Rahmenbedingungen schaffen. Vorbei sind die Zeiten von starren Hierarchien. Umfragen zeigen, dass Mitarbeiter Vorgesetzte besonders schätzen, die ihnen auf Augenhöhe begegnen, Vertrauen schenken und die ein angenehmes Arbeitsklima für ihre Mitarbeitenden schaffen.

Neben Flexibilität und interessanten Aufgaben spielen natürlich auch soziale Faktoren wie Inklusivität, aber auch Nachhaltigkeit beziehungsweise Umweltschutz eine immer größere Rolle. Papierverschwendung und dann auch noch in einem Team arbeiten, in dem Diversität keine Rolle spielt? Bitte nicht!

Entgrenzung der Arbeit, Chaos und keine Konzentrationsphasen: die Schattenseiten von New Work

Trotz vieler Vorteile, die neue Arbeitsformen mit sich bringen, können sie auch Probleme schaffen. Die drei größten Herausforderungen, die du im Kontext von New Work meistern musst: ein Mangel an Struktur und Work-Life-Balance sowie kurze Konzentrationsphasen.

Fehlende Struktur

Vor dem Hintergrund des Trends zu projektbasierter Arbeit sind festgelegte Aufgabenbereiche mittlerweile out. Die projektbasierte Arbeit vereint oft Menschen aus unterschiedlichen Teams und mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Dabei arbeiten in gut durchmischten Projektteams kluge Köpfe aus den verschiedensten Fachbereichen zusammen an einem gemeinsamen Ziel – und liefern herausragende Ergebnisse ab. So zumindest die Theorie.

Konzentriert bleiben trotz New Work

@fizkes/Shutterstock: Auch in Zeiten von New Work können wir konzentriert bleiben.

Wenn du allerdings schon einmal selbst in so einem Team gearbeitet hast, weißt du vielleicht, dass dir diese Art der Arbeit in der Praxis einiges abverlangen kann. Denn sind Aufgabenbereiche und Zuständigkeiten nicht klar definiert, wird die Arbeit in interdisziplinären Teams schnell chaotisch. Auch wenn du immer gleiche Routinen magst, bist du von Interdisziplinarität bestimmt schnell genervt. Denn in durchmischten Teams passt du dich flexibel an immer neue Herausforderungen an – agiles Arbeiten ist gefragt.

Mangelnde Work-Life-Balance

Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Herausforderungen des Arbeitsalltags im Kontext von New Work erfolgreich gemeistert werden können: der kontinuierliche Austausch unter den Teammitgliedern und am besten auch eine ständige Erreichbarkeit. Denn so kannst du zeitnah auf Anfragen oder eventuelle Schwierigkeiten im Projekt reagieren. Doch wenn du 24 Stunden am Tag für deine Kolleg*innen erreichbar bist, kann es schnell zu dem kommen, was Expert*innen als „Entgrenzung der Arbeit“ bezeichnen. Dabei verschwimmt die Grenze zwischen Privatleben und Beruf – und deine Work-Life-Balance leidet.

Checkst du oft spätabends noch einmal deine Arbeits-E-Mails oder fällt es dir schwer, gedanklich abzuschalten? Wenn deine Gedanken immerzu um die Arbeit kreisen und du sogar regelmäßig auf Mittagspausen verzichtest, weil du dich gar nicht mehr von deinem Job lösen kannst, sind das erste Warnzeichen, dass die Arbeit sehr viel Raum in deinem Leben einnimmt. Da können andere Dinge wie deine Kinder, Freunde treffen oder neue Kontakte knüpfen schnell zu kurz kommen.

Keine Konzentration

Sich richtig tief in Dinge hineindenken, mehrere Stunden am Stück „abtauchen“ und sich voll und ganz auf eine Aufgabe konzentrieren? Wenn du ständig erreichbar und bei Fragen immer ansprechbar bist, werden Konzentrationsphasen zum Problem. Denn sobald du dich in eine komplexe Aufgabe hineindenkst, wirst du schon wieder brutal herausgerissen – beispielsweise, weil das nächste Meeting ansteht oder dein*e Kolleg*in dringend Unterstützung braucht.

Hintergrund ist, dass du im Kontext von New Work ständig erreichbar sein und multitaskingfähig sein sollst. Bist du zusätzlich noch andauernd online, versetzt dich das irgendwann in ständige Alarmbereitschaft. Damit du dich auch im Umfeld der „neuen Arbeit“ voll und ganz auf eine Sache konzentrieren kannst, bietet dir Deep Work einige Denkanstöße.

Deep Work: Mehr Konzentration am Arbeitsplatz

Das Deep-Work-Konzept wurde vom US-amerikanischen Informatikprofessor Cal Newport entwickelt. Es beschreibt, dass Arbeitnehmer*innen in Zeiten von New Work – und damit in Arbeitsumfeldern, die von Schnelligkeit und ständiger Erreichbarkeit geprägt sind – Schwierigkeiten haben, lange Konzentrationsphasen erfolgreich zu meistern. Das Ergebnis ist „shallow work“, also oberflächliches Arbeiten mit oftmals mittelmäßigen Ergebnissen. Deep-Work-Arbeitsphasen sind aber essentiell. Zum Beispiel, wenn du …

  • neue Strategien entwickeln,
  • Produkte von besonders hoher Qualität herstellen oder
  • etwas Neues lernen möchtest.

Jedes Handy-Klingeln und jeder „Pling!“ eures Chats reißt dich aus der Konzentrationsphase heraus. Eine wichtige Voraussetzung für Deep Work und damit auch dafür, dass du dich tief in Dinge hineindenken und voll und ganz auf wichtige Projekte konzentrieren kannst: Mach Schluss mit der ständigen Erreichbarkeit! Damit du dich konzentrieren kannst, brauchst du Ruhe. Deshalb gilt: Kapp deine Internetverbindung, wenn möglich, und mach dein Handy aus, wenn du dich konzentrieren möchtest (alternativ solltest du zumindest den Ton ausschalten).

Befolge auch diese drei Tipps für mehr Konzentration am Arbeitsplatz

Tipp eins: Setze Grenzen

In den allermeisten Fällen sind Fragen weniger akut als sie scheinen – und du musst nicht immer sofort verfügbar sein. Wenn du frühzeitig kommunizierst, dass du einen Haufen Arbeit auf dem Tisch liegen hast und dich konzentrieren musst, werden deine Kolleg*innen dafür Verständnis haben. Im Zuge einer kollegialen Zusammenarbeit raten wir dir aber: Kommuniziere Grenzen immer freundlich und gelassen. Gib deinen Kolleg*innen zu verstehen, dass du ihnen auf jeden Fall später weiterhilfst und sie nicht hängen lassen wirst. Erkläre ihnen im Zweifelsfall auch, woran du gerade arbeitest und warum es wichtig ist, dass du in Ruhe arbeitest. Das schafft Verständnis und sorgt dafür, dass sich niemand im Stich gelassen fühlt.

Tipp zwei: Schaffe dir Freiräume

Wenn du weißt, dass du dich zu bestimmten Zeitpunkten mehrere Stunden am Stück konzentrieren musst, solltest du dir diese Zeit nehmen und dich ganz bewusst aus dem Tagesgeschäft „herausziehen“. Wenn dir nach einer gewissen Zeit auffällt, dass deine Konzentration nachlässt, bietet sich Dextrose an, um schnell deinen Kohlenhydratspeicher aufzufüllen. Von Dextro Energy bekommst du Dextrose als Täfelchen zum Beispiel in Form von Würfeln mit fruchtigem Zitronengeschmack oder in der Variante ImmunFit mit den Vitaminen B6, B12, C und Folsäure, die zu einer normalen Funktion des Immunsystems beitragen.

Tipp drei: Plane deinen Tag

Dein Terminkalender ist reich gefüllt und du hast viel zu tun – dann ist es besonders wichtig, dass du dir Struktur schaffst. Mache dir eine to-Do-Liste und arbeite sie von oben nach unten ab. Gehe strukturiert vor und knüpfe dir die Aufgaben, die am meisten Zeit in Anspruch nehmen und die am schwierigsten sind, zuerst vor. Der Grund: Zu Beginn des Tages bist du am leistungsfähigsten. Dann hast du einen „frischen Kopf“ und konzentrierst dich am besten. Noch ein Tipp: Hake jede Aufgabe auf deiner to-Do-Liste ab. So hast du am Ende des Tages vor Augen, was du alles erreicht hast.

Konzentriertes Arbeiten in Zeiten von New Work – dank Deep Work

New Work ist nicht nur eine Phrase – das Konzept ist für einige Arbeitnehmer*innen schon längst Alltag. Zahlreiche Unternehmen sind auf dem Weg dahin. Damit in Zeiten von ständiger Erreichbarkeit, Multitasking und geforderter Flexibilität deine Konzentration nicht auf der Strecke bleibt, stellt das Deep-Work-Konzept einen Gegenpol dar. Befolge unsere Tipps und tauche ab in intensive Konzentrationsphasen!

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