American Football

Hast du das Zeug dazu?

Die erste Spielzeit der European League of Football (ELF) ist in vollem Gang. Spätestens jetzt wird allen langsam klar, was eingefleischte Superbowl Fans schon lange wissen: American Football wird immer beliebter – und macht vielleicht schon bald dem Fußball Konkurrenz. Warum der Sport auch in Deutschland so populär ist, was du mitbringen solltest, wenn du überlegst, ins American-Football-Training einzusteigen und welche Rolle die richtige Ernährung für deinen Trainingserfolg spielt? Darüber sprechen wir mit Tim Haver Droeze, ehemaliger niederländischer Nationalspieler und jetzt Sportmanager des ältesten europäischen American-Football-Clubs und German Football League (GFL) Teams, den Düsseldorf Panthern. Jetzt lesen!

„American Football ist nur was für echte Muskelprotze, vor denen du Angst hast, wenn du ihnen nachts auf der Straße begegnest“, so das Vorurteil. Alles Quatsch, sagt Tim Haver Droeze, Profi-Footballer, seit 2017 zunächst Spieler und seit Anfang 2020 Sportmanager beim GFL-Team Düsseldorf Panther. Für ihn ist der Verein, der zu den ältesten und erfolgreichsten Europas gehört, ein „perfektes Match“.

 

 Tim Haver Droeze (rechts im Bild) ist seit Anfang 2020 Sportmanager der Düsseldorf Panther.

 

Tim Haver Droeze, 35, ist schon seit seiner Kindheit begeisterter Football-Spieler. Er sagt: „Seitdem ich das erste Mal Pads und Helm getragen habe, wusste ich: Mit diesem Sport will ich nie wieder aufhören!“.

@Birgit Häfner/Düsseldorf Panther

Mit Tim sprechen wir darüber, dass im American Football Platz für jede*n ist – egal, ob du muskelbepackt und zwei Meter groß oder klein und wendig bist. Zusätzlich verrät uns der gebürtige Niederländer, der bereits seit 2014 in Deutschland lebt, worauf es wirklich ankommt, wenn du mit dem Gedanken spielst, selbst mit dem beliebtesten Sport der USA loszulegen – und wie wichtig die richtige Ernährung für deinen Erfolg beim Sport ist.

American Football: Das macht den beliebtesten Sport der USA so faszinierend

Ob Quarterback, Linebacker oder Offensive Line Guard: American Football lebt vom Zusammenspiel der verschiedenen Rollen im Team. Deshalb ist der einzige Sport der Welt, bei dem es gleich ist, wie groß du bist oder welchen natürlichen Körperbau du hast – für jede*n gibt es die passende Position.

Diesen Punkt hebt Tim besonders hervor: „Bei keinem Sport der Welt ist es so wichtig, dass die Rollen im Team gut ineinandergreifen und dass jede*r genau weiß, was er*sie zu tun hat. Das liegt daran, dass die einzelnen Positionen ganz unterschiedliche Aufgaben haben“. So muss ein Wide Receiver viel Ausdauer mitbringen, weil er*sie viel mehr in Bewegung ist als zum Beispiel ein Fullback, der andere Spieler*innen schützt beziehungsweise verteidigt und ihnen den Weg freiräumt.

Doch ist das nicht im Fußball oder Basketball ähnlich? Tim betont: „Wenn du talentiert bist, kannst du es meiner Ansicht nach in anderen Mannschaftssportarten wie Fußball weit bringen – denn obwohl dabei natürlich ein gewisses Maß an Teamfähigkeit wichtig ist, kannst du mit genügend Talent auch mehr oder weniger im Alleingang große sportliche Erfolge erzielen. Das weiß ich, weil ich früher selbst Basketball und Fußball gespielt habe. Ganz anders sieht das beim American Football aus. Ein Touchdown ohne Unterstützung durch die anderen Mitspieler*innen ist unmöglich. Das liegt daran, dass die Positionen so klar definiert sind. Wenn du mit Spaß bei der Sache bleiben willst, musst du also auf jeden Fall ein Teamplayer sein.“

Trotz Teamspirit sollte dir eines vor deinem ersten Training aber klar sein: Beim American Football geht es hart zu. Wenn es dir etwas ausmacht, getackelt oder umgestoßen beziehungsweise -gerannt zu werden oder du Angst vor Verletzungen hast, ist Ausdauersport wie Laufen vielleicht eher etwas für dich.

Aber, betont Tim, selbst bei diesem toughen Sport gibt es eine Grenze: „Ich persönlich mag es, dass es beim American Football härter zugehen darf als im Fuß- oder Basketball. Trotzdem ist natürlich nicht alles erlaubt. Regelverstöße werden bestraft und das ist auch gut so. Denn American Football ist kein Kampfsport – auch wenn es auf dem Spielfeld manchmal echt brutal zur Sache geht.“

„American Football ist kein Kampfsport – auch wenn es manchmal echt brutal zur Sache geht“

Im Football geht es also nicht darum, anderen körperlichen Schaden zuzufügen. Tim ergänzt: „Jemanden auszuknocken ist echt nicht mein Ding. Ich bin kein aggressiver Mensch und mir persönlich hat Kampfsport deshalb auch nichts gebracht. Auch wenn es mir Spaß macht, hart zu spielen – das Ziel beim American Football ist nicht, andere zu verletzen.“ Wenn du also eigentlich lieber Gegner*innen k. o. schlagen und Knockouts sammeln möchtest, bist du beim Boxen oder Mixed Martial Arts besser aufgehoben.

Erfolg und Spaß beim American Football: Auf diese Fähigkeiten kommt es an

Du siehst: Die Fähigkeiten, die du mitbringen solltest, wenn du erfolgreich American Football spielen willst, unterscheiden sich – je nachdem, welche Position du hast.

Generell brauchst du aber …

  • Disziplin: Nur wenn du dranbleibst, regelmäßig trainierst und dich bewusst ernährst, erzielst du Erfolge. Du brauchst also Geduld und Durchhaltevermögen.
  • Geschwindigkeit beziehungsweise Ausdauer: Wenn du schnell laufen, ein Spiel durch- und mit den anderen mithalten kannst, hast du einen großen Vorteil auf dem Spielfeld.
  • Kraft: Du brauchst nicht nur Kraft, um andere Spieler*innen mit deinem Körper abzuschirmen, sondern auch, um auf dem Spielfeld durchzuhalten.

Tim betont: „Generell bewegst du dich beim American Football immer in einem Spannungsfeld zwischen hartem Vorgehen und Taktik. Beides muss ineinandergreifen und ist bei dieser Sportart wichtig, um Raum zu gewinnen. Deshalb sind sowohl Kraft als auch Ausdauer beim American Football wichtige Fähigkeiten.“

American Football: So wichtig ist die richtige Ernährung

Deine Ernährung unterstützt Muskelwachstum, Ausdauer und sorgt dafür, dass sich dein Körper nach dem Training besser regenerieren kann – das gilt auch im American Football. Ein durchschnittliches Football-Spiel dauert drei Stunden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du deinem Körper genug Energie in Form von Kohlenhydraten bereitstellst. Beim Trainings funktioniert das ganz unkompliziert in den Pausen – mithilfe von Kohlenhydrat-Riegeln.

Genauso wichtig: Trinke ausreichend und regelmäßig. Während des Spiels gleichst du deinen Flüssigkeitshaushalt mit einem isotonischen Getränk aus. „Wenn du ein spezielles Trainingsziel hast, empfehle ich dir: Erstelle einen Ernährungsplan und befolge ihn strikt. Ich habe das selbst schon in der Vergangenheit gemacht, als ich als Spieler Gewicht zulegen wollte“, so Tim.

Er fügt hinzu: „Nun ist es aber so, dass American Football immer noch ein Randsport in Deutschland ist. Deshalb ist Ernährung ein Thema, um das wir uns als Spieler*innen hauptsächlich selbst kümmern und mit dem wir uns eigenständig beschäftigen – Ernährungscoaches, die jede*n Spieler*in einer Mannschaft individuell betreuen, gibt es zumindest bei den Düsseldorf Panthern nicht. Im professionellen Fußball ist das hingegen öfter der Fall. Dass es im American Football anders ist, liegt auch daran, dass Football-Mannschaften sehr groß sind – sie bestehen aus rund 100 Spieler*innen.“

Und: „Nur weil den Spieler*innen kein professioneller Coach zur Seite steht, heißt das nicht, dass es für sie nicht möglich ist, einen effektiven Ernährungsplan aufzustellen und zu befolgen“, betont Tim. „Ich habe einen für mich idealen Ernährungsplan entwickelt, mit dem ich mein persönliches Ziel – eine Gewichtszunahme von zehn Kilogramm, um mehr Muskelmasse zuzulegen – erreicht habe. Meine Erkenntnisse teile ich gerne mit dir!“

American Football: So kann dein Ernährungsplan aussehen

Wenn du bereits Muskelaufbau-Training machst, weißt du es bestimmt: Proteine tragen zu einer Zunahme an Muskelmasse bei – das bestätigen auch Studien. Auch in Sportarten wie American Football, bei denen Kraft wichtig ist, ist eine eiweißhaltige Ernährung besonders sinnvoll.

Wenn du als Line Receiver Gewicht zulegen willst, kann dein Ernährungsplan so aussehen:

  • tägliche Kalorienzufuhr:500
  • Anzahl Mahlzeiten pro Tag: sechs
  • Mahlzeitenfrequenz: alle zwei bis drei Stunden
  • Proteinmenge pro Tag: mindestens 150 Gramm

„Zum Frühstück setze ich auf Kohlenhydrate. Die führe ich mir über einen speziellen Weizengrießbrei aus den Niederlanden, den man mit Milch erhitzt, zu. Dazu gibt es zwei Bananen oder Äpfel. Zwei Stunden später steht Magerquark mit Nüssen auf dem Speiseplan. Zum Quark kann man sehr gut etwas Proteinpulver hinzufügen – so stellst du sicher, dass du auf die benötigte Menge Protein pro Tag kommst.

Zwei Stunden später gibt es zum Mittagessen 400 Gramm Hühnerfleisch mit zwei großen Fleischtomaten, Gurken, Nüssen und Honig. Wieder zwei Stunden später 500 Gramm Joghurt mit einer Handvoll Nüsse oder etwas Müsli. Zum Abendessen mache ich oft Lachs mit Reis und Brokkoli und Zitrone. Die letzte proteinreiche Mahlzeit des Tages sind zwei Stunden später noch einmal 500 Gramm Joghurt, gemischt mit etwas Süßem wie Ahornsirup.

Generell ist es mir wichtig, auf eine möglichst ausgewogene Ernährung zu setzen. Das bedeutet: Ich esse zwar viel weißes Fleisch, aber eben auch Gemüse und Obst. Gesunde Fette liefern mir Lachs, Avocado und Nüsse. Ich ergänze meine Ernährung durch Supplements und rate das auch anderen American Footballer*innen, die spezielle Trainingsziele verfolgen. Ich mische mir zum Beispiel gerne Shakes mit Whey Protein, da der Proteingehalt von Whey besonders hoch ist.

Auch von Shakes mit BCAA-Getränkepulver profitiere ich, wenn ich Muskelmasse aufbauen will. Sie lassen sich auch gut nebenbei trinken – sie sind also einfach praktisch. Wenn mir nach einem proteinreichen Snack zwischendurch ist, setze ich auf Proteinriegel, die einen effektiven Muskelaufbau unterstützen. Um auf das ehrgeizige Ziel von 150 Gramm Protein am Tag zu kommen, sind Supplements auf jeden Fall ideal.

Wichtig finde ich aber: Supplements sind eine Ergänzung – sie ersetzen keine gesunde, ausgewogene Ernährung. Damit ‚dein Motor in Gang kommt‘ und du deine Ziele erreichst, muss die Basis stimmen – ansonsten wird selbst der Effekt der besten Proteinpulver minimiert. Isst du ausgewogen und gesund, steht einer Nahrungsergänzung mit funktionalen Lebensmitteln aber nichts im Wege – sie kann dir im American Football nützlich sein und dir helfen, deine persönlichen Ziele zu erreichen – bei mir hat es jedenfalls funktioniert. Und das wünsche ich auch dir!“

 

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