Sport und Familie – passt das zusammen? Auf jeden Fall, sagt das Mutter-Tochter-Duo Christina und Chiara.

Sport mit der Familie

Gemeinsam macht es mehr Spaß

2021 bestritten sie als erstes Mutter-Tochter-Duo die BIKE Transalp – und waren auf Anhieb erfolgreich. Kein Wunder, denn wenn sich Christina und Chiara von „Burn Baby“ ein sportliches Ziel setzen, erreichen sie es auch. Wie? Indem sie sich gegenseitig motivieren und pushen. Im Interview erzählt Christina, wie die beiden zum Mountainbiking gekommen sind und ob es Konkurrenzdruck gibt. Außerdem gibt sie Eltern Tipps, die mit ihren Kindern gemeinsam Sport machen wollen.

Job, Familie, Sport: Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist eine echte Herausforderung. Da ist es ein großer Vorteil, wenn die Tochter die größte Leidenschaft teilt – und man gemeinsam als Familie Sport treiben kann. Bei Christina und Chiara ist genau das der Fall.

Christina, die als xtinamtb Bilder von traumhaften Rad-, Ski- und Wandertouren teilt, ist beruflich stark eingebunden. Auch ihre Tochter Chiara, die auf Instagram als chiarafrg unterwegs ist, hat viel um die Ohren – seit Kurzem studiert sie Medizin. Doch die Wochenenden und Semesterferien gehören dem Mutter-Tochter-Duo hinter burnbabymtb. Sie trainieren gemeinsam und nehmen an Wettkämpfen teil. Ihre größten Projekte in diesem Jahr? BIKE Transalp, Rad am Ring und World of Mountainbiking. Und das ist erst der Anfang. Denn die beiden haben noch viel vor.

Ein Vorteil daran, wenn du mit deiner Familie Sport machst, ist: Ihr könnt euch gegenseitig motivieren und zu Höchstleistungen antreiben.

„Ach komm, das schaffen wir jetzt noch!“: Christina und ihre Tochter Chiara motivieren sich gegenseitig beim Training und bei Wettkämpfen. Das ist ein großer Vorteil des Familiensports.

@x/Bildplattform

 

Im Interview sprechen wir mit der 54-jährigen Christina darüber, warum sie Familiensport so spannend findet. Sie berichtet von gemeinsamen Erfolgen und erzählt, wie sie zu zweit Meilensteine feiern. Außerdem gibt sie Müttern und Vätern, die mit ihrem Nachwuchs Sport machen wollen, wertvolle Tipps an die Hand.

Wie bist du zum Mountainbiking gekommen?

Ich bin früher schon viel Fahrrad gefahren, aber nur zur Arbeit. Mein Rad war mein Transportmittel. Dann schenkte mir mein Mann ein Mountainbike zur Hochzeit. Als dann 2003 und 2005 unsere beiden Kinder zur Welt kamen, fing ich an, das Mountainbike als Ausgleich zu nutzen – zum Alltag mit den Kindern und der Arbeit. So konnte ich entspannen und den Kopf frei kriegen.

Ich bin nie mit den Kindern im Anhänger gefahren, sondern immer allein. Diese eineinhalb oder zwei Stunden habe ich für mich allein auf dem Fahrrad verbracht. Deshalb kenne ich hier jetzt jede Wurzel. 2006 bin ich dann mein erstes Mountainbike-Rennen gefahren.

Wo fährst du am liebsten? Hast du Tipps für alle, die auf der Suche nach neuen Fahrradstrecken sind?

Ich fahre gern im Arnsberger Wald, dem zweitgrößten Waldgebiet in Deutschland, aber auch in der Gegend um Willingen. Wenn wir etwas weiter weg fahren, dann ins Dreiländereck Schweiz-Österreich-Italien. Da findet man immer wieder neue Trails. Ich liebe auch die Dolomiten. Die sind landschaftlich atemberaubend. Und wir fahren gern nach Saalfelden Leogang – im Sommer zum Mountainbiking und im Winter für Skitouren.

Du sagst, die Dolomiten sind sehr schön – was gefällt dir besonders?

Wer sie kennt, weiß: Die Landschaft ist einfach grandios. Es gibt keine Landschaft, die so ist, wie die Dolomiten. Ich kann nur jeder:m Biker:in empfehlen, dort zu fahren. Da kann man wirklich alle hundert Meter anhalten und ein Foto machen.

Ist deine Tochter Chiara durch dich zum Mountainbiking gekommen?

Bei den Kindern war es mir wichtig, dass sie viel frische Luft schnappen. Immer, wenn ich Zeit hatte, war ich mit ihnen draußen. Am Anfang mit Laufrädern, dann mit kleinen Mountainbikes. Als sie etwas älter waren, haben wir am Wochenende oft gemeinsam Radtouren gemacht. Aber mit Kindern muss man immer gucken. Da steht nicht der Sport im Vordergrund, sondern das Erlebnis. Das heißt: Es gab immer ein Ziel – eine Eisdiele, ein Spielplatz oder ein Picknick. Das ist wichtig, damit Kinder Spaß am Sport haben.

 

Ansonsten haben die beiden viele unterschiedliche Sportarten ausprobiert. Chiara ist zum Beispiel lange Zeit geritten. Und irgendwann, da war sie so 15 oder 16 Jahre alt, hat sie gesagt, sie schafft das gar nicht mehr alles neben der Schule. Dann hat sie bis auf Tennis alles aufgegeben – und sich aufs Mountainbiking konzentriert. Aber das war ihre eigene Entscheidung. Ich habe das nicht forciert. Mein Sohn ist nicht beim Mountainbiking geblieben. Der mag lieber Fußball und Tennis.

Chiara ist also schon länger Mountainbike gefahren. Und als sie sich gegen andere Sportarten und für das Mountainbiking entschied, war es die logische Konsequenz, auch an Wettkämpfen teilzunehmen?

Genau. Sie hat dann auch Wettkämpfe mitgemacht und gemerkt, dass Radsport sehr trainingsintensiv ist. Sie wollte immer sehr viel trainieren und ich habe darauf geachtet, dass sie es nicht übertreibt – weil sie ja noch im Wachstum war. Ich habe das etwas eingedämmt, um keine Spätfolgen zu riskieren.

Vor zwei Jahren wollte sie dann ins Cross Country einsteigen – die Mountainbike-Disziplin, die auch olympisch ist. Da kam dann leider Corona dazwischen. Aber dieses Jahr wird sie ihre ersten CC-Rennen fahren.

Trainierst du auch mit Freund:innen oder nur mit deiner Tochter?

Früher bin ich sehr viel allein gefahren, besonders, als die Kinder noch kleiner waren. Da habe ich mich nie verabredet, denn das ist immer in Stress ausgeartet, weil ich zeitlich sehr eingebunden war. Jetzt fahre ich einmal in der Woche zusammen mit anderen in einer Gruppe. Allerdings eher zum Spaß. Ich sehe das dann wie einen Tag „aktive Erholung“ und nicht wie hartes Training.

Der große Vorteil daran, wenn du mit der Familie zusammen Sport machst: Du musst dich nicht verabreden. Wenn alle in einem Haus wohnen, kann man einfach spontan losfahren. Man muss sich nicht an feste Termine halten.

Ihr nehmt also zusammen an Wettkämpfen teil und bereitet euch auch gemeinsam auf diese vor, richtig?

Genau. Wir trainieren zusammen, motivieren uns gegenseitig und bauen uns auf. Das ist toll. Dass ich mit meiner Tochter einfach aufs Mountainbike steigen und eine gemeinsame Trainingsrunde absolvieren kann, dafür bin ich unheimlich dankbar.

Wo wir beim Thema Motivation sind: Gibt es Tage, an denen eine von euch keine Lust auf Sport hat?

Das kommt bei uns fast nie vor. Da müssen wir schon mit einer Grippe im Bett liegen. Wir haben immer Lust auf Bewegung. Und wenn wir nur mit unserem Hund durch den Wald laufen oder eine Runde im See schwimmen. Ich kenn das tatsächlich gar nicht, dass ich mich zum Sport motivieren muss. Gut: Manchmal ist man etwas müde. Oder man hat weniger Lust auf eine lange, harte Trainingssession und mehr auf entspanntes Skifahren mit toller Aussicht. Aber eigentlich sind wir immer motiviert.

Chiara ist sogar noch motivierter als ich. Wenn ich mal kaputt von der Arbeit komme, sagt sie: Lass uns zumindest noch eine Runde gehen. Das würde ich allein vielleicht nicht machen. Generell ergänzen wir uns sehr gut. Jede hat mal einen schlechteren oder besseren Tag. Dann muss man gegenseitig Rücksicht nehmen, kann sich aber auch pushen und sagen: Ach komm, das schaffen wir jetzt noch!

Es scheint, als wäre es sehr harmonisch zwischen euch beiden. Aber mal ganz ehrlich: Besteht in Wettkampfphasen trotzdem Konkurrenzdruck?

Nein. Natürlich schaue ich, dass der Abstand zwischen uns nicht zu groß wird und ich nicht als Letzte ins Ziel rolle. Das pusht mich dann schon. Aber das macht ja auch Spaß. Als Konkurrenzdruck würde ich das nicht bezeichnen. Ich bin einfach stolz auf Chiara und freue mich, dass sie Lust auf diesen Sport hat, der für mich das Größte ist. Und dass sie so schnell unterwegs ist.

 

Auf der Transalp sind wir nie mehr als fünf Meter auseinander gewesen – die ganzen sieben Tage nicht. Wir sind immer zusammengefahren. Wir sind einfach das perfekte Team. Ich kenne meine Tochter sehr viel besser als meine Teamkolleg:innen, mit denen ich die vorherigen Transalps gefahren bin. Ich kenne sie zu 110 Prozent und sie mich auch. Wir wissen, wie die andere tickt und warten aufeinander oder ziehen uns gegenseitig mit. Das ist ein Riesenvorteil, vor allem bei Etappenrennen.

Wie sieht die Vorbereitung auf einen Wettkampf wie die Transalp bei euch aus?

Das hängt von der Strecke und der Länge des Wettkampfs ab. Und natürlich auch von der Arbeitsbelastung, denn wir sind beide keine Profisportlerinnen – der Sport ist „nur“ ein Hobby.

 

Wichtig ist, auf die eigene Gesundheit zu achten. Wenn wir viel arbeiten, viel Sport machen und noch andere Interessen verfolgen, kann es schnell zu einer Überlastung kommen. Dem wirken wir entgegen, indem wir ganzheitlich unterwegs sind. Das heißt: Unter der Woche machen wir viel Yoga, Walking und Entspannung. Am Wochenende kommen dann die langen Touren. Wenn wir zwischendurch Zeit haben, legen wir auch mal eine Woche Trainingslager ein.

 

Außerdem machen wir viel Krafttraining. Beim Radfahren sollte man viel für den Rücken tun, weil eine gestärkte Rumpfmuskulatur beim Mountainbiking sehr wichtig ist. Und die kann man auf dem Bike selbst nicht trainieren. Gezielte Muskelaufbau-Übungen helfen da.

 

Für Wettkämpfe mit mehr als 80 Kilometern brauchst du eine gute Grundlage. Da musst du im Herbst mit dem Training anfangen. Man sagt nicht ohne Grund: „Champions werden im Winter gemacht“ (lacht). Die ersten härteren Touren machen wir im Februar oder März. Und im April beginnt die Saison. Was zuvor die Race-Trainings waren, sind dann die Rennen. Wir fahren dann alle zwei Wochen ein Rennen – das ist immer das beste Training.

Macht ihr immer Sport zusammen als Familie oder gibt es Tage, an denen du allein trainierst?

Es kommt ab und zu vor, dass ich später nach Hause komme oder eine von uns verabredet ist. Dann machen wir auch mal allein Sport. Oder manchmal will zum Beispiel eine von uns aufs Indoor-Bike. Davon haben wir nur eins, also müssen wir uns abwechseln. Aber ansonsten machen wir immer gemeinsam Sport, wenn wir beide zu Hause sind.

Was war bislang euer größter gemeinsamer sportlicher Erfolg?

Die BIKE Transalp letztes Jahr – aber auch die Hike Transalp, die wir hinterher zu zweit noch drangehangen haben. Ein ganz besonderes Highlight war auch, dass wir es geschafft haben, 300 Kilometer an einem Tag zu fahren.

Wenn ihr gemeinsam ein Ziel erreicht, feiert ihr dann auch gemeinsam?

Wir feiern uns natürlich gegenseitig, wenn wir im Ziel ankommen. Mit Alkohol stoßen wir aber nicht an – das ist nicht unser Ding. Wir kochen lieber zur Feier des Tages etwas zusammen. Das lieben wir. Wir sind beide Vegetarierinnen und probieren gern neue Sachen aus. Und damit belohnen wir uns dann.

 

Außerdem machen wir es uns abends gern mit einem Tee gemütlich und schauen uns die Fotos von unseren Touren an. Wir erinnern uns dann, wie es war und was wir zusammen erlebt haben. Wir lassen die Erlebnisse Revue passieren und vergleichen, wie die andere sie wahrgenommen hat. Das ist auch das Schöne daran, wenn man gemeinsam Sport macht: Man teilt einzigartige Erlebnisse miteinander.

Wäre das auch ein Tipp, den du anderen Müttern geben würdest, die mit ihren Kindern zusammen Sport machen wollen? Sich Zeit nehmen, um gemeinsam zu reflektieren?

Auf jeden Fall. Ansonsten kann ich, gerade wenn die Kinder noch jünger sind, nur dazu raten, sie alle möglichen Sportarten ausprobieren zu lassen. Denn Mobilität ist für den Bewegungsapparat unheimlich wichtig. Ich würde die Kinder auch nie in eine Richtung drängen. Sie sollen eigenständig entscheiden, welchen Sport sie machen wollen. Wenn sie sich dann selbst dazu entscheiden, den gleichen Sport wie die Eltern zu machen, dann ist das natürlich toll.

 

Wichtig ist, dass man Kinder vorsichtig an den Sport heranführt – mit all seinen Facetten. Wenn man Wettkämpfe fährt, kann auch mal etwas schiefgehen. Ich kann einen Platten haben oder einen Unfall oder andere Sachen erleben, die nicht nur positiv sind. Das sollte man offen ansprechen und damit locker umgehen, weil es überhaupt nicht schlimm ist.

 

Miteinander zu sprechen, ist auch sehr wichtig – gerade in dieser digitalen Zeit. Also zu fragen: Was hat dir heute am besten gefallen? Worauf hättest du Lust? Und wenn das Kind sagt, es möchte gern mal wieder ein Spaghettieis in der Lieblingseisdiele essen, dann fährt man gemeinsam dorthin – und hat direkt ein Ziel. Die Kinder sollten auch mitentscheiden können.

Nutzt ihr funktionelle Lebensmittel wie Gels oder Sports Tablets beim Training und bei Wettkämpfen?

Ich benutze bei Wettkämpfen Gels. Ich gebe sie direkt in meine Trinkflasche – so habe ich immer genügend Kohlenhydrate dabei. Bei Etappenrennen muss man sowohl auf den Magnesium- als auch den Natriumhaushalt achten. Deswegen ist mein bevorzugtes Gel das Blackcurrent + Natrium von Dextro Energy*. Da muss ich nicht extra Salz in meine Trinkflasche geben. Das ist schon im Produkt enthalten.

 

Chiara steht auf die Energy* Bars und die Energy* Gums. Die Gums gibt es gerade exklusiv im Probierpaket online. Ich habe sie bei härteren Trainings auch schon getestet und mag sie sehr – auch wenn ich sonst eher flüssige Produkte bevorzuge.

 

Ansonsten geben Chiara und ich auch gern die Zero° Calories ins Wasser der Trinkflasche – vor allem, wenn wir Stoffwechseltraining oder Nüchterntraining machen. Die versorgen uns mit allem, was wir brauchen, haben aber keine Kalorien. So werten wir das Trinkwasser für uns Sportler auf.

 

Direkt nach dem Rennen und nach Krafteinheiten ist es für uns wichtig, Proteine zuzuführen – auch, weil wir beide Vegetarierinnen sind. Deshalb ergänzen wir unsere gute, frische Ernährung mit Proteinshakes in allen Variationen. Auch wenn wir keine Veganerinnen sind, versuchen wir auf Milchprodukte zu verzichten. Deshalb sind wir happy, dass es das vegane Eiweißpulver Plant Protein gibt. Unser Favorit ist Chocolate Nut.

 

Auch Immunfit° Direct finde ich super. Das sind kleine Sachets, die neben Zink, Folsäure, Selen und Magnesium auch Eisen enthalten. Ich kann allen Sportler:innen, aber auch allen Veganer:innen, nur empfehlen: Lasst ab und zu euren Eisengehalt im Blut checken. Denn wenn ihr einen niedrigen Eisengehalt habt, könnt ihr keine Leistung bringen. Deswegen nehme ich jeden Morgen Immunfit. Das unterstützt mich super 1  – und auch meine Tochter.

Habt ihr beide, Chiara und du, ein sportliches Ziel, auf das ihr hinarbeitet – und das euch motiviert?

Chiara und ich haben einen Traum: Wir möchten einmal zusammen als Team am Cape Epic in Südafrika teilnehmen. Das ist das legendärste Etappenrennen der Welt. Da muss man sich ein Jahr vorher anmelden, um einen Platz zu kriegen – und es ist leider auch nicht günstig. Aber das wäre unser absoluter Traum. Da als Mutter-Tochter-Duo zu starten wäre wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen.

Was für ein schönes Ziel! Dann drücken wir euch die Daumen, dass das in Zukunft klappt. Vielen lieben Dank für das interessante Gespräch.

 

* Enthält Kohlenhydrate

 

Zero° Calories: ° Geltend für das zubereitete Getränk

 

Immunfit° Direct: ° Vitamin B6, B12, C, Folsäure, Zink, Selen und Eisen tragen jeweils zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

 

1 Vitamin B2, B6, B12, C, Folsäure, Magnesium und Eisen tragen jeweils zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

 

Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise sind wichtig.